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Pressemitteilungen

August 2015: Mainzer Notrufmitarbeiterin nutzte private Reise zum Austausch über Gewalt an Frauen

 

Jährlich besucht die ehrenamtliche Frauennotrufmitarbeiterin Seble Degneh-Gabriel im Juli und August ihr Heimatland Äthiopien. Während ihres diesjährigen Aufenthalts nahm sie Anfang August Kontakt auf zur Association for Women‘s Sanctuary and Development (AWSAD) in Addis Abeba, übersetzt: Vereinigung zum Schutz und zur Entwicklung von Frauen. Seble Degneh-Gabriel nutzte den Besuch zum Austausch über das Tabu-Thema Gewalt an Frauen, denn AWSAD unterstützt misshandelte Frauen in sogenannten Safe Houses (Frauenhäuser/Krisenzentren).

Munir Yusuf und Seble Degneh-Gabriel

Munir Yusuf und Seble Degneh-Gabriel

Das Safe House Addis Abeba wurde 2003 von Munir Yusuf, der heutigen Direktorin von AWSAD und drei weiteren Frauen gegründet und hat seitdem mehr als 1000 Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, Schutz und Unterstützung geboten. Daneben erhalten die Frauen angemessene Ernährung, Gesundheitsversorgung und verschiedene Bildungsmaßnahmen. Sie werden beraten und können durch Mitarbeit im Projekt ein eigenes Einkommen erwerben. Das gibt ihnen die Möglichkeit, unabhängiger und selbständiger zu werden. Denn oft müssen die Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, aus wirtschaftlichen Gründen an den Ort zurückkehren, an dem sie die Gewalt erlebt haben.

Besonders interessant für die Frauennotruf-Mitarbeiterin: Frauen, die den Täter anzeigen wollen, können auf Wunsch juristische Unterstützung erhalten, meist von der Äthiopischen Vereinigung der weiblichen Rechtsanwälte, mit der das Safe House eng zusammenarbeitet. Um die Sicherheit der Bewohnerinnen zu gewährleisten, achtet AWSAD streng auf Anonymität. Lediglich die Direktorin Munir Yusuf verleiht dem Safe House ihr Gesicht.

Munir Yusuf ist eine der Pionierinnen im Kampf gegen Gewalt gegen Frauen in Äthiopien und hat gerade ein weiteres Safe House in Nazareth, einer großen Stadt 100 km südlich von Addis Abeba eröffnet. Bei ihrem Besuch überreichte Seble Degneh-Gabriel ihr einen vom Frauennotruf gestalteten Kalender. „Frau Yusuf freut sich nicht nur über unsere Geschenke, sondern vor allem auch über die Solidarität der Frauennotrufs Mainz und sendet Grüße an alle Mitarbeiterinnen“ schreibt die Notruf-Frau in ihrer aktuellen Mail. „Wir können voneinander lernen!“

Verantwortlich: Seble Degneh-Gabriel und Anette Diehl, August 2015