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Logo des Frauennotrufes: Ein Frauenzeichen, in dessen eine stilisierte Hand einen Telefonhörer hält.Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen in Mainz e.V.
Fachstelle zum Thema sexualisierte Gewalt
Telefon: 0 61 31 - 22 12 13
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Zu sehen ist ein Plakat mit der Aufschrift "Es ist nicht mehr mein Körper, sondern seiner". Plakat: Sabine Neumann und Falko Ulmer

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November 2016: „Es ist genauso wie sonst auch. Eine gewaltbetroffene Frau hat, egal ob sie geflüchtet ist oder aus Deutschland kommt, Rechte. Die muss man durchsetzen.“ (Christina Clemm)

Fortbildung „Schutz geflüchteter Frauen vor Gewalt – rechtliche Grundlagen und Möglichkeiten“

Geflüchtete Frauen sind oft unzureichend vor geschlechtsspezifischer Gewalt geschützt – in den Herkunftsländern, auf der Flucht, aber auch in Deutschland. Die auf geschlechtsspezifische Gewalt spezialisierten Fachberatungsstellen (Frauennotrufe und Frauenberatungsstellen) und Frauenhäuser unterstützen geflüchtete Frauen und deren Bezugspersonen und ehrenamtlich Helfende. Das Arbeitsfeld Flucht ist nicht neu – wohl aber die immense Steigerung der Anfragen aus diesem Bereich. „Unser Bedarf zu spezifischem Wissen über asyl- und ausländerrechtliche Grundlagen ist größer geworden,“ so Anette Diehl vom Frauennotruf Mainz. „Ebenso wie Fragen zum Leistungsrecht und rechtlichen Schutzmöglichkeiten für geflüchtete Frauen.“

Sibylle Klein, Anette Diehl, Bettina Weich, Andrea Diehl

Anette Diehl, Katharina Göpner, Eva Jochmann (v.l.n.r.)

Das bundesweite, vom Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) finanziell unterstützte Fortbildungsangebot des bff: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe und der Frauenhauskoordinierung (FHK) in verschiedenen Bundesländern kam der Fachstelle zum Thema Sexualisierte Gewalt in der Landeshauptstadt gerade recht: Um dem Bedarf der Kolleginnen des Unterstützungssystems zu begegnen, luden sie in Kooperation mit bff zur Fortbildung nach Mainz ein.

40 Teilnehmerinnen aus drei Bundesländern nutzten diese Chance der Weiterbildung sowie Information zu Struktur und Angeboten der Flüchtlingshilfe: Die Referierenden – Roland Graßhoff, Jurist und Geschäftsführer des Initiativausschusses für Migrationspolitik RLP, Christina Clemm, Rechtsanwältin aus Berlin und Sara Bouanani, Koordinatorin der Flüchtlingshilfe des Deutschen Roten Kreuzes trafen mit ihren Vorträgen zu den Grundlagen des Asylverfahrens und zur aufenthaltsrechtlichen Situation geflüchteter Frauen, zum Gewaltschutz von geflüchteten Frauen sowie den Angeboten und Herausforderungen der Flüchtlingsarbeit in RLP genau die Fragestellung der Teilnehmerinnen zu ihren spezifischen Arbeitssituationen.

Am Nachmittag bot die Methode des World Cafés an verschiedenen Themen-Stationen die Möglichkeit zum Austausch untereinander mit Fachfrauen aus den Frauennotrufen bzw. aus der Flüchtlingsarbeit wie Zillan Daoud, ASB und Carolin Hemmer, Diakonisches Werk an der Saar.
„Das hat neue Kooperationen geschaffen,“ freuen sich Sara Bouanani und Zillan Daoud. Sie nehmen eine Einladung vom Frauennotruf Mainz für ein gemeinsames Gespräch zu den Schnittstellen ihrer Arbeit mit.

Für den Frauennotruf Mainz bot die Veranstaltung außerdem die Möglichkeit, das Fortbildungs-konzept für Mitarbeitende der Flüchtlingshilfe vorzustellen.

Das breitgefächerte Fortbildungsprogramm „Frauen, Flucht, Gewalt. Informationen zu geschlechtsspezifischer Gewalt an Frauen im Kontext Flucht. Erkennen – Überlegt Handeln.“, das in Zusammenarbeit mit der Frauenhauskonferenz und dem Fachkreis der Interventionsstellen erarbeitet wurde, konnte durch einen Landeszuschuss des Frauenministeriums ermöglicht werden und startet noch in diesem Jahr mit Fortbildungen für Mitarbeitende der rheinland-pfälzischen Aufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende (AfA). Fortbildungen für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe sind zum Teil bereits geplant – wie zum Beispiel im Kreis Mainz-Bingen.

„Die Inhalte orientierten sich am spezifischen Bedarf des regionalen Unterstützungssystems. Neben Mitarbeiterinnen der Anti-Gewalt-Arbeit nahmen auch welche aus der Flüchtlingshilfe teil. Im Rahmen der Fortbildung konnten die Teilnehmerinnen ganz spezifische Fragen klären. Zugleich wurden die Grundlagen für eine weiterführende Vernetzung gelegt“ resümiert Katharina Göpner vom bff, die die Veranstaltung moderierte.

Der Frauennotrufe Mainz ist seit 1979 Fach- und Beratungsstelle zum Thema Sexualisierte Gewalt und unterstützt betroffene Frauen und Mädchen und deren Angehörige. Die Einrichtung ist Koordinierungsstelle der 12 Frauennotrufe in Rheinland Pfalz. Der bff ist der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe. Er vertritt mehr als 170 ambulante Fachberatungsstellen.

 

V.i.S.P.: Anette Diehl
Frauennotruf Mainz e.V. - Fachstelle zum Thema Sexualisierte Gewalt
Koordinierungsstelle der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG)
Telefon: 06131 - 22 12 13