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August 2015: Den Sommer in Herz und Seele lassen

Mein innerer Garten - Seminar für Frauen mit seelischen Beeinträchtigungen

Seerosenauf einem Teich

Den Sommer in Herz und Seele lassen: Vierzehn Frauen verbrachten einen gemeinsamen Tag beim Seminar für Frauen mit seelischen Beeinträchtigungen „Mein innerer Garten“, das die Schatzkiste Mainz (Gemeinnützige Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit - GPS) in Kooperation mit dem Frauennotruf Mainz veranstaltete. Der Tag sollte – weit weg vom manchmal schwierigen Alltag - den Blick auf die persönlichen Bedürfnisse lenken.

„Und das ist uns gelungen,“ freuen sich die insgesamt vier Teamerinnen Astrid Möllenkamp, Janina Keim, Ruth Weber und Anette Diehl. „Die Teilnehmerinnen konnten sich in ihrem persönlichen inneren Garten umsehen und schauen was es braucht, um sich wohl darin fühlen.“

Mit Hilfe von Fantasiereisen, Wahrnehmungsübungen und Körperarbeit gelang nicht nur der Kontakt mit sich selbst, sondern auch mit anderen – das war den Frauen, die sich im Alltag oft alleine und isoliert fühlen sehr wichtig. Am Nachmittag entstand bei der Übung „Ich verwandle meine Klagen in Wünsche“ über anfängliche schwere Gefühle wie Trauer oder Wut viel die positive Energie, die sehr spürbar war.

Die Rückmeldungen zum Seminar waren vielfältig: „Im Gespräch mit den anderen habe ich nochmal neue Eindrücke von mir gewonnen.“ „Mehr Selbsterkenntnis.“ „Endlich mal wieder herzhaft gelacht beim Lach-Yoga.“ „Ich will mehr Kontakt zu anderen Menschen und weniger allein sein.“

Schon zum fünften Mal boten die beiden Einrichtungen ein gemeinsames Tagesseminar an und fühlen sich nun bestärkt, auch für nächstes Jahr zu planen: „Das Seminar war im besten Sinne eine inklusive Veranstaltung,“ betont Astrid Möllenkamp von der GPS. „Sowohl Frauen mit seelischen Beeinträchtigungen als auch Frauen mit Lernschwierigkeiten und eine Rollstuhlfahrerin konnten in angeleiteten Paargesprächen bzw. über ihr Leben und ihre Träume für die Zukunft sprechen und neue Strategien entwickeln.“
Der Seminartag findet mit Unterstützung des Vereins anderes lernen e.V. und der Stiftung Rheinland-Pfalz für Opferschutz statt.

Verantwortlich: Anette Diehl, August 2015