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Juli 2015: Simply Smart - Online unterwegs?! Auf der sicheren Seite ...“

Präventionsveranstaltung an Hildegardisschule Bingen zum Thema digitale Gewalt unter dem Aspekt der Medienethik

Der Frauennotruf Mainz e.V., Fachberatungsstelle zum Thema Sexualisierte Gewalt, führte in diesem Schuljahr ein viertägiges Präventionsprojekt mit dem Titel „Simply Smart - Online unterwegs?! Auf der sicheren Seite ...“ für alle Schülerinnen der Jahrgangsstufen 9 und 10 der Hildegardisschule in Bingen durch. Ermöglicht wurde dieses Projekt durch einen Kreiszuschuss zur Förderung des Kindeswohls im Landkreis Mainz-Bingen.

Hierzu haben die beiden Referentinnen M.A., Dipl. Sozialarbeiterin Anika Nagel, Mitarbeiterin des Frauennotrufs Mainz e.V. und Michaela D. Brauburger, Medienpädagogin (medien-sinnvoll-nutzen.de) und externe Fachfrau des Frauennotrufs für das Thema Digitale Gewalt, ein Programm für drei Schulstunden erstellt. Inhaltliche Anregungen lieferte das neue Arbeitsmaterial „Ethik macht klick - Werte-Navi fürs digitale Leben“ von klicksafe - Die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz.

Ziel der Veranstaltung war es, den eigenen Umgang mit Medien auch unter dem Aspekt Medienethik zu betrachten. Zum Einstieg wurde den Schülerinnen hierzu eine Geschichte vorgelesen, in der sich zwei Jugendliche kennenlernen und schließlich die Aufforderung zum Versenden eines Nacktbildes kommt. Die Schülerinnen haben selbst entschieden, an welcher Stelle sie aussteigen, oder wie weit sie gehen würden. Im Anschluss wurde deren Umgang mit der Selbstdarstellung im Netz reflektiert.

Ganz unterschiedliche Meinungen haben die Schülerinnen hierbei vertreten, ob sie ihrem Freund ein Nacktbild senden und wer Bilder in Unterwäsche oder Bikini bekommt.

Jeder Entscheidung lag ein Wert zu Grunde, sei es der Wunsch nach Spaß und Zugehörigkeit, weshalb Bilder verbreitet werden oder eine Entscheidung gegen das Versenden von intimen Fotos zum Schutz der Privatsphäre.

Michaela D. Brauburger, Ariane Schmitt, Anette Diehlund Nicole Bernard vor dem Eingang des Rathauses Bodenheim

Schülerinnen der Klassenstufe 10 zeigen unterschiedliche Werte, denen sie bei der Nutzung neuster Medien begegnen (Foto: Frauennotruf Mainz)

Bei einer Aufstellung erfragten die Referentinnen anschließend, wie viele Schülerinnen ein Smartphone haben und deren Nutzungsverhalten von Messenger und Apps.
Während in Deutschland jede zweite Person ein Smartphone besitzt, gab es bei den rund 240 Schülerinnen nur wenige, die noch keines hatten.

„Die neuen Medien bringen viele Vorteile und Vereinfachung. Dennoch bergen sie auch Gefahren, gerade für junge Menschen. Deshalb ist es wichtig, dass sie diese Gefahren kennen und wissen, wo sie bei Bedarf auch Hilfe und Unterstützung bekommen“, so Michaela D. Brauburger.

Neben dem Thema der Selbstdarstellung im Netz erfuhren die Schülerinnen auch etwas über ihre Datenspuren, konnten selbst recherchieren, wie öffentlich diese sind und bekamen einen Einblick, über deren Speicherorte und Verwendungszweck.

Der dritte Block des Workshops stand unter der Überschrift Cybermobbing sowie der grundsätzlichen Frage: Wegschauen oder helfen?

„Die Hildegardisschule verfügt über ein fundiertes fünfsäuliges Programm rund um das Thema Jugendmedienschutz und bildet Medienscouts aus. Damit leistet die Schule einen wichtigen Beitrag zur Präventionsarbeit“, lobt Anika Nagel vom Frauennotruf Mainz. „Die zusätzliche Präventionsveranstaltung konnte jedoch bisherige Erkenntnisse vertiefen oder wieder auffrischen. Darüber hinaus wurden auch Themen wie fairer Handel, Gerechtigkeit und Umweltschutz in Korrelation zur Nutzung von Smartphones diskutiert.“

V.i.S.d.P.: Anika Nagel, Juli 2015