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Ko-Tropfen - fiese Drogen im Glas
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Foto: Eine junge Frau stützt ihr Gesicht mit einer Hand, Blick nach unten gerichtet

K.O.cktail – fiese Drogen im Glas

Was sind K.O.-Tropfen?

Schriftzug: K.O.cktail - Fiese Drogen im Glas, im Hintergrund Cocktal-GläserHinter K.O.-Tropfen verbergen sich unterschiedliche Substanzen, die meist geruchs- und geschmacksneutral sind und je nach Dosierung eine dämpfende bis betäubende Wirkung haben. Andere Bezeichnungen sind ‚liquid ecstasy’ oder auch Partydroge, ‚rape drug’ usw. Sie werden meist unbemerkt Getränken beigemischt. Die Verabreichung der K.O.-Tropfen geschieht oft in der Kneipen- und Partyszene, auf öffentlichen Festen, aber auch auf privaten Feiern und Treffen. Auch im Rahmen von sexualisierter Gewalt in Paarbeziehungen und von sexuellem Missbrauch an Kindern kommt das Verabreichen von sedierenden Substanzen vor. Die Opfer werden ausgeraubt und/oder sexuell missbraucht. Die Täter sind Freunde und Bekannte, Verwandte, Partner, Arbeitskollegen, Vorgesetzte oder auch fremde Männer.

Direkt nach der Einnahme von K.O.-Tropfen merken Frauen und Mädchen meist nur, dass ihnen übel und schwindlig wird. Sie vermuten häufig, dass dies die Wirkung von Alkohol ist, obwohl sie bis dahin dachten, gar nicht so viel getrunken zu haben. Zu Beginn wirken die Substanzen auch euphorisierend; Frauen berichten, dass sie „aufdrehen“ und flirten, auch Begleitpersonen nehmen bei der Bertoffenen manchmal eine ungewohnte Kontaktbereitschaft bis hin zu sexualisiertem Verhalten wahr. Bereits vor dem Verlust des Bewusstseins sind die Frauen und Mädchen durch die Wirkung der K.O.-Tropfen willenlos und sehr leicht manipulierbar. Dennoch können sie dann noch eine Zeit lang normal reden und sich bewegen, so dass Freundinnen oder andere Außenstehende nicht bemerken, dass sie bereits einen ‚Blackout` haben.

Dies erklärt, warum K.O.-Tropfen in öffentlichen Räumen leicht verabreicht werden können. Dem Täter bleibt genug Zeit, mit der Frau Kontakt aufzunehmen, sich vielleicht vermeintlich hilfsbereit als Begleitung nach draußen anzubieten, um sie dann unter Umständen an einen anderen Ort zu bringen.

Bei einer Überdosierung können die Folgen lebensbedrohlich sein, sie reichen von Schläfrigkeit und Benommenheit bis hin zu Atemlähmung und Koma.

Die Nachweisdauer ist – abhängig von Substanz und Menge – im Blut circa 6 Stunden, im Urin circa 12 Stunden nach Konsum möglich, das heißt ein Nachweis der Drogen ist nur sehr kurze Zeit in Blut und Urin möglich. Meist ist diese Zeit verstrichen bis die Betroffenen oder auch das Umfeld an die Möglichkeit von K.O.-Tropfen denken.
Wenn Sie also den Verdacht haben, dass Ihnen oder einer anderen Frau K.O. Tropfen verabreicht wurden, ist es wichtig, schnell zu handeln.

Wenden Sie sich an das Rechtsmedizinische Institut in Mainz oder an Ihre Ärztin/Ihren Arzt.

Weitere Informationen für Ärztinnen/Ärzte
Institut für Rechtsmedizin Mainz
Allgemeine Anfragen/Zentrale
Telefon: 0 61 31 - 17 95 50