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Logo des Frauennotrufes: Ein Frauenzeichen, in dessen eine stilisierte Hand einen Telefonhörer hält.Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen in Mainz e.V.
Fachstelle zum Thema sexualisierte Gewalt
Telefon: 0 61 31 - 22 12 13
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Zu sehen ist eine afrikanische Frau, die einen Korb mit Früchten auf dem Kopf trägt. Foto: Karin Drach

Ruanda

Presseartikel

Dezember 2016: Frauennotruf Mainz und ruandische NGO für Frauen und Familien begründen Partnerschaft

"Frauensolidarität mit Ruanda – weiter auf gemeinsamen Wegen" – so lautet das Motto des Frauennotrufs Mainz seit 2004. Mitarbeiterinnen der Fachstelle zum Thema Sexualisierte Gewalt waren ehrenamtlich ins rheinland-pfälzische Partnerland gereist und hatten die ersten Kontakte mit Fraueneinrichtungen in Ruanda aufgenommen. Nun knüpft die ehrenamtliche Frauennotrufmitarbeiterin Yamara Wessling an diese Tradition des Frauennotrufs an.

Sie verbringt für ihre Forschung über die Lebenssituation ruandischer Frauen regelmäßig einige Monate in Ruanda. Den letzten Forschungsaufenthalt im Sommer 2016 konnte sie nutzten, um im Namen des Frauennotrufs eine Partnerschaft mit der Nichtregierungsorganisation Family Circle Love Lab Organisation in Huye, einer Stadt im Süden Ruandas, zu begründen.

Foto: Yamara Wessling und Dative Nakabonye

Dative Nakabonye, die Gründerin und Direktorin der NGO, berichtete Yamara Wessling bei mehreren Treffen von ihrer vielfältigen Arbeit, die sich momentan noch ganz auf unbezahlten ehrenamtlichen Einsatz stützt. Zu der Arbeit gehören die individuelle Beratung und Begleitung von Frauen, die (sexualisierte) Übergriffe in ihrer Partnerschaft erfahren sowie die Mediation in konfliktbelasteten Familien. Darüber hinaus werden Workshops mit Männern und Frauen zum Thema sexualisierte Gewalt angeboten und Vorträge auf lokaler Ebene gehalten, um die Menschen für dieses tabuisierte Thema zu sensibilisieren. Besonders wichtig ist Dative auch das Gespräch mit jungen Paaren, die bald heiraten, damit es gar nicht erst zu Grenzverletzungen, Übergriffen oder gar Gewalt in der Partnerschaft kommt. Dative und ihre Mitstreitenden sind davon überzeugt, dass der Schlüssel für ein glückliches und gewaltfreies Zusammenleben in der Arbeit mit der ganzen Familie liegt. Trotz der progressiven und weltweit angesehenen Frauenpolitik in Ruanda sei es nämlich das private Umfeld, wo nach wie vor viele Frauen sexualisierte Übergriffe und Gewalt erleben. Eine harmonische Familie sei darüber hinaus langfristig auch der Grundstein für eine friedliche, zufriedene Gesellschaft in Ruanda

"Das Engagement von Dative und ihren MitstreiterInnen ist beeindruckend und wir erhoffen uns einen bereichernden Austausch mit Blick auf Gemeinsames und auf Unterschiede in der Arbeit zum Thema Sexualisierte Gewalt", sagt auch Anette Diehl, Hauptamtliche beim Frauennotruf Mainz. Sie war bereits mehrfach in Ruanda – ebenso wie die ehrenamtliche Mitfrau Petra Hauschild. Sie planen bereits einen Besuch der Kollegin aus Afrika hier in Deutschland.

Die Partnerschaft wird so Teil der Landespartnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda. Dies freut auch Mareike Broermann und Esperance Muteteli vom Partnerschaftsbüro in Kigali. Dort fand ein Treffen mit Dative Nakabonye und Yamara Wessling statt. Hier in Mainz wird der Frauennotruf in seinem Vorhaben vom Partnerschafts-Verein RLP-Ruanda beraten.

"Ich bin sehr glücklich über unsere Freundschaft," ergänzte Dative, "und gespannt auf den interkulturellen Austausch. Zusammen können wir nun an unserem gemeinsamen Ziel arbeiten, nämlich das Leben der Frauen überall auf der Welt zu verbessern."