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Logo des Frauennotrufes: Ein Frauenzeichen, in dessen eine stilisierte Hand einen Telefonhörer hält.Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen in Mainz e.V.
Fachstelle zum Thema sexualisierte Gewalt
Telefon: 0 61 31 - 22 12 13
Sprechzeiten für Seniorinnen: Mittwochs 9 - 11 Uhr
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Zu sehen ist eine alte Taschenuhr, die auf einem brokatähnlichen Stoff liegt

Informationen für Seniorinnen

Kriegsende – für viele Frauen ging die Gewalt weiter

Ältere Frauen wuchsen im Ausnahmezustand "Krieg" auf. Schlechte Versorgung, im Winter Kälte, Ehemänner, Partner und Väter waren nicht da – Frauen und Kinder waren auf sich alleine gestellt und mussten zurecht kommen, um zu überleben.

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg. Doch für die Frauen und Mädchen waren die Gewalttaten damit noch nicht zu Ende. Vor allem zu Kriegsende und in der ersten Nachkriegszeit waren Frauen und Mädchen nicht selten der Gefahr von Vergewaltigungen ausgeliefert. Das Alter der Mädchen und Frauen spielte dabei keine Rolle. Das eigene Erleben von Vergewaltigung durch Soldaten, aber auch die ständige Bedrohung und das Miterleben von Vergewaltigungen anderer Frauen und Mädchen haben tiefe Erinnerungen zurück gelassen.

Aber nicht nur im 2. Weltkrieg wurden Frauen und Mädchen von feindlichen Soldaten vergewaltigt: in allen Kriegs- und Krisengebieten sind Frauen und Mädchen von sexueller Gewalt bedroht und betroffen, wie beispielsweise in Bosnien, Afghanistan und im Kongo.

Auch über die Kriegsvergewaltigungen konnten die Frauen und Mädchen meist nicht sprechen. Die Schande schien zu groß, das Erlebte zu unaussprechbar. Statt Mitgefühl wurde eher den Frauen die Schuld zugeschoben.

Im Alter verlieren viele Frauen ihre "Ablenkungen" wie Arbeit, Kinderversorgung etc. Die Erinnerungen kommen öfter und das Leben wird in einer Rückschau betrachtet. Dadurch und durch die zunehmende öffentliche Thematisierung und Anerkennung von Kriegsvergewaltigungen treten eigene Erfahrungen stärker in den Vordergrund.

Die Mädchen und Frauen der Kriegsgeneration haben viel geleistet im Wiederaufbau des Landes und sich selbst und ihre traumatischen Erlebnisse hinten an gestellt. Jetzt fällt es ihnen schwer, Unterstützungsangebote anzunehmen, Zeit für sich zu beanspruchen.

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