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Logo des Frauennotrufes: Ein Frauenzeichen, in dessen eine stilisierte Hand einen Telefonhörer hält.Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen in Mainz e.V.
Fachstelle zum Thema sexualisierte Gewalt
Telefon: 0 61 31 - 22 12 13
Sprechzeiten für Seniorinnen: Mittwochs 9 - 11 Uhr
Achtung: Der Notruf zieht um
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Zu sehen ist eine alte Taschenuhr, die auf einem brokatähnlichen Stoff liegt

Informationen für Seniorinnen

Bedeutung für die Altenpflege

Was ist nur mit mir los? Ich habe mit der Vergangenheit doch längst abgeschlossen!
Älter werden bedeutet eine Umbruchsituation im Leben, die jedoch nicht zwangsläufig mit einem Ereignis und zu einem festen Zeitpunkt eintritt. Es ist vielmehr eine "schleichende Entwicklung", die sich aus zahlreichen Veränderungen zusammensetzt.

Alter ist gekennzeichnet durch ein gehäuftes Auftreten von Verlusten, die nicht mehr ersetzbar sind: Verlust von Körperfunktionen, Gesundheit, Mobilität geistigen Kapazitäten, Verlust von Bezugspersonen und geliebten Menschen und Verlust von Rollen, Funktionen, Status, Aufgaben, über die sich das Selbstbild definiert hat.

Mit zunehmender Hilfsbedürftigkeit und später der Pflegebedürftigkeit kommen die Frauen immer mehr in die Situation, von anderen abhängig zu werden. Sie befinden sich in Situationen, in denen sie Kontrolle abgeben müssen – über ihr Leben und ihren Körper. Besonders deutlich wird dies, wenn die Frauen in eine Pflegeeinrichtung umziehen müssen. Sie gehen aus einer vertrauten Umgebung raus, leben mit Fremden zusammen und werden von fremden Personen versorgt und gepflegt.

Pflegerinnen und Pfleger in der Altenpflege kommen auf vielfältige Art mit dem Thema Sexualisierte Gewalt in Berührung:
Frauen sprechen von ihren Erlebnissen und erzählen von der erlebten sexuellen Gewalt, was für die Pflegerinnen und Pfleger sehr erschreckend und belastend sein kann.

Andere können nicht über die erlebte Gewalt sprechen – die Reaktivierung des schwer belastenden, traumatischen Erlebnisses zeigt sich beispielsweise in Reaktionen auf pflegerische Tätigkeiten bis hin zur Verweigerungen von Pflege.

Pflegekräfte vermuten oder beobachten, dass Frauen Opfer von sexuellen Übergriffen durch nahestehende Personen werden. Um den betroffenen Frauen helfen zu können ist ein überlegter Umgang mit der Situation notwendig, der gleichzeitig auch den Pflegerinnen und Pflegern Sicherheit gibt.

Für Pflegekräfte ist es hilfreich, sich mit den Folgen sexueller Gewalterfahrungen auseinander zusetzen, eigene Grenzen zu erkennen und im Umgang mit betroffenen Frauen Reaktionen und Äußerungen besser einschätzen zu können.

Unsere Angebote für Pflegekräfte in der Altenpflege:

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